Hochgeprägte Mastercard Gold ohne Schufa und Bonitätsprüfung?

Das große Schufa Versprechen

  • Keine billige und peinliche Prepaid Karte – echte hochgeprägte original Mastercard Gold-Karte
  • bis zu 10.000 € Verfügungsrahmen
  • Ohne Bonitätsprüfung
  • Keine Ablehnung möglich!
  • Geld-zurück-Garantie
  • Inkl. Konto im nicht-EU-Ausland
  • Anonym und pfändungssicher

Dieses verlockende Angebocht macht uns die Firma “e / c /s – european card systems ltd” mit Sitz in einem Briefkasten in Birmingham. Im Internet bewirbt Sie das Produkt auf der Seite gold-karte-sofort.eu.

Was steckt hinter der schufafreien Kreditkarte?

Eigentlich dürfte einem schon der gesunde Menschenverstand bei einem solchen Angebot zur höchsten Vorsicht mahnen. Keine Bank der Welt würde einem Kunden ohne jegliche Überprüfung seiner Bonität jemals einen Kredit oder eine Kreditkarte geben.

Die Firma “e / c / s” scheint sich jedenfalls sicher zu sein, ein solches Produkt vermitteln zu können. Immerhin gibt sie ja eine “Geld-Zurück-Garantie”. Was eine solche Garantie bei einer englischen Limited, mit Stamm- und Haftungskapital von einem britischen Pfund auch immer in der Praxis wert sein mag. Müsste man ja dann auch noch vor einem englischen Gericht einklagen etc …

Aber nehmen wir die “Geld-zurück-Garantie” dennoch ernst. Ich bin neugierig geworden. Diese Firma will eine Vermittlungsgebühr von 49 Euro. Wenn sie nicht vermitteln kann, gibts das Geld wieder.  Wo zum Teufel liegt der Haken?

Also hab ich mir gedacht  das Kleingedruckte, das was keiner liest, aber jeder lesen sollte, die AGBs mal anzuschauen und siehe da … ich wurde schnell fündig.

“§3 Liefer- u. Zahlungsbedingungen

Sofern die bestellte Karte nicht mehr vorhanden und/oder lieferbar ist, behält sich European Card Systems LTD. das Recht vor, eine vergleichbar ähnliche Debit Card zu liefern.”

Eine Debit Card, die sowieso jeder bekommt, da dort nur über bereits zuvor eingezahltes Guthaben verfügt werden kann. Es ist nun auch keineswegs so, dass diese Debitkarte nun kostenlos wäre, oder mit der Vermittlungsgebühr abgegolten wäre. Nein. Der Kartenpreis und die laufenden Gebühren für diese Karte sind zu tragen und die Vermittlungsgebühr für die “e / c / s”  ist zusätzlich fällig.

Eigentlich eine geniale Geschäftsidee. Man verspricht ein Produkt zu vermitteln, welches man eigentlich niemals wirklich vermitteln kann. Im Falle dass man es nicht vermitteln kann muss sich der Kunde mit der Vermittlung eines anderen Finanzproduktes einverstanden erklären, welches sowieso jeder bekommt.

So kassiert man die 49 Euro vom Kunden und sicherlich noch eine nicht geringe Provision vom Vertreiber dieser Debitkarte. Tolles Geschäft? … oder doch eher nur ein sehr dreister Versuch der Abzocke?

Die Entscheidung überlasse ich der geneigten Leserschaft … ;-)